Ich über mich – mein Weg zum Sein

Petra Lindner_2015 August

_____Petra Irene Lindner

Geboren am 4. November 1965, im Sternzeichen Skorpion, Aszendent Skorpion.

Schon früh interessierte ich mich für das, was man nicht sehen oder greifen kann – das zeigen mir die vielen Bücher, die schon seit vielen Jahren mein Regal füllen.

Es lag allerdings ein langer und steiniger Weg vor mir, ehe ich endlich erkennen durfte, dass genau darin meine Bestimmung, meine Berufung liegt … in der Energiearbeit.

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Die Seele spricht durch den Körper

… ist meine tiefste Überzeugung, die ich am eigenen Körper lernen durfte.

  • 1996 – 1998: Sich häufende Nebenhöhlenentzündungen, bis sie chronisch waren und die Antibiotika nicht mehr griffen … Nach einem Jobwechsel war alles plötzlich wieder gut.
  • 1999 / 2006: Bandscheibenvorfälle im Lenden- und Halswirbelbereich … auch eine Kur half letztendlich nicht.
  • Kiloweise Schmerztabletten, um den Tag zu überstehen, und wohl auch die Antibiotika der Jahre davor schadeten meinem Magen- und Darmbereich und provozierten Nahrungsunverträglich­keiten am laufenden Band.
  • 2004: Diagnose Multiple Sklerose … war der erste Hammer, den ich brauchte, um in die Gänge zu kommen.
  • 2010/2011: Burnout … nicht diagnostiziert, jedoch Erholungsaufenthalt und 3 Jahre Coaching … brachte mich endgültig auf den Weg.

Krankheit als Wegweiser

Der Bandscheibenvorfall war offensichtlich noch nicht genug, denn ich änderte nichts und quälte mich mit Schmerztabletten durch den Alltag. Es gab Phasen, da wollte ich nur noch sterben. Gerade als ich mich entschied zu leben und etwas zu ändern, bekam ich meine ersten beiden Schübe. Ich hatte es ausgereizt. Mein Körper meldete sich mit aufbäumender Kraft. Offensichtlich hatte er Angst, ich meine es nicht ernst genug. Wenig später bekam ich die Diagnose – MS … Multiple Sklerose.

Ich war nicht geschockt und nahm es gefasst auf … Denn für mich war und ist klar, meine Krankheit ist ein Wegweiser. Ein Warnschild, das ich nun endlich ernst nahm.

Endlich begriff ich … Es war aller höchste Zeit, nach meinem ICH zu suchen. Wer bin ich? Warum bin ich so, wie ich bin? Warum läuft mein Leben so und nicht anders? So, wie ich es mir vorgestellt, gewünscht und geplant hatte? Was ist meine Aufgabe hier auf dieser Erde?

Ich hatte und habe Glück. Ich habe eine Ärztin, eine Neurologin, die mich von der ersten Stunde nach der Diagnose MS an begleitet und ich durfte immer „alles machen, was Ihnen gut tut.“ Es war ein Weg der Suche, des Ausprobierens und Hineinspürens. Was tut mir gut? Was hilft mir weiter auf meinem Weg zu mir?

6 Jahre lange war ich schubfrei, dann kam der 3. und – ich bin mir sicher – auch der letzte. Er kam zu einem Zeitpunkt, wo ich dachte, noch ein Jahr und ich hab es geschafft. Denn ich hatte gehört, nach 7 Jahren ist die Zellerneuerung durch und dann bin ich geheilt. Mitnichten, ich wurde eines besseren belehrt und wurde dann auch noch gleich ins Burnout geschickt.

Erste Schritte … Mut zur Veränderung

Es waren sehr viele kleine Schritte anfangs … mit Heilsteinen, die mich in meiner Suche nach den Puzzleteilen unterstützen sollten, um alte Erinnerungen und Vergrabenes hochzuholen, Chakren-Themen-Arbeit mittels Rubimed-Globulis – u.v.a.m. Im Laufe der Zeit wurden die Schritte immer größer und mutiger. Ich habe viele, viele Tränen des Schmerzes vergossen, nicht nur Schmerzen meines Körpers, sondern vor allem der meiner Seele. Es waren viele Tränen der tiefen Erkenntnis und letztlich auch Tränen der Freude.

Und das Schöne ist, wenn du dich einmal auf den Weg begibst, so richtig bewusst, bekommst du immer die richtigen Menschen oder Wegweiser in anderer Form an die Seite. Von wem? Von der Geistigen Welt, von Gott, von den vielen Helferleins im Jenseits, wie immer du sie nennen möchtest. Es gibt sie, ich weiß es.

Geduld und Vertrauen

Für mich als absoluter Kopfmensch, der alles nicht schnell und gut genug gehen konnte, war es ein jahrelanger Prozess in mir, GEDULD zu lernen. Gedanken abzuschalten und in die Stille zu gehen, habe ich erst durch Meditation gelernt. Und wirklich VERTRAUEN zu können, dass alles gut ist, wie es ist und dass alles so kommt und geregelt wird, wie und wann es für mich passend ist, ist eine der schwierigsten, aber schönsten „Übungen“. Das hat mit Loslassen, Geduld und Stille zu tun.

Ich habe viele Jahre verbracht mit der Suche nach dem „Warum?“. Mittlerweile ist meine tiefste Überzeugung die, dass wir bereits alles so geplant haben, bevor wir auf die Erde gekommen sind. Wir möchten bestimmte Dinge erfahren und erleben. Wir suchen uns sogar die Eltern aus. Eine Zeitlang wissen wir noch um den Grund unseres Hierseins. Doch durch die Prägungen und Muster durch die Eltern, die Gesellschaft etc. wird der Zugang zur Göttlichen Urquelle immer mehr zugeschüttet, in dichte Nebel gehüllt.

Angst … – wovor?

Angst ist der größte Hemmschuh, bin ich für mich drauf gekommen. Angst vor Versagen, Angst nicht gut genug zu sein, Angst zu verlieren, Angst vor Schmerzen, Angst vor dem Sterben. Kennst du das? Klar, ich auch. Aber immer weniger. Den meisten Druck mache ich mir selbst durch meine eigene Erwartungs­hal­tung und durch meine eigenen Denk- und Verhaltensmuster. Überprüfe das mal – sei ganz ehrlich dir selbst gegenüber. Sind es wirklich immer nur die anderen?

Ja, Angst vor dem Sterben … das haben wir wohl im Grunde alle. Meine Mutti ist sehr früh gestorben. Sie war gerade mal 54 Jahre alt und ich damals 32. Sie hatte Brustkrebs und starb an den Folgen der Metastasen. Ich werde es nie vergessen: Ich saß an ihrem Bett und hielt ihre Hand, als sie sagte: „Es ist so schön da, es ist so schön.“ Sie sah wohl in dem Moment das LICHT. Das Licht der göttlichen Urquelle, aus dem wir kommen und in das wir zurückkehren.

Auch mal NEIN sagen und damit: JA zu dir selbst!

Das war mit der größte Brocken, den ich zu bewältigen hatte. Was ist, wenn du mal nein sagst? Sind dir dann deine Freunde wirklich böse? Anfangs brauchte ich immer noch kleine Notlügen, jetzt nicht mehr. Die Quintessenz aus dem, was ich mühevoll lernen durfte: Je ehrlicher und selbstbewusster du das NEIN aussprichst und es auch so meinst, ohne ein klitzekleines Fragezeichen dahinter, desto direkter und unerschütterlicher kommt es an. Und … es wird angenommen, ohne Wenn und Aber.

Der Weg in die Eigenverantwortung

Fast 10 Jahre lange musste ich mir als Medikation für – oder gegen? – die MS einmal die Woche eine Spritze in den Oberschenkel setzen. Keine Ahnung warum, aber ich sagte damals gleich zu Beginn zu mir selbst: „500 Spritzen (= 500 Wochen) sind genug.“ und notierte jede Woche eine fortlaufende Nummer in meinem Kalender. Als ich bei 476, 477, 478 ankam, begann mein Körper mich daran zu erinnern: Meine Leberwerte schossen in die Höhe, die Nebenwirkungen (Symptome wie bei einer Grippe) zeigten sich schon ein paar Stunden bevor ich überhaupt gespritzt hatte! Ich hatte Weinkrämpfe und brauchte einige Minuten, ehe ich mir die Spritze in den Oberschenkel stechen konnte.

Ich verstand. Und in Abstimmung mit meiner Ärztin setzte ich tatsächlich nach genau der 500. Spritze ab. Natürlich bin ich weiter unter ärztlicher Kontrolle. Jedoch geht es mir so gut, wie noch nie in meinem Leben. Ich fühle mich BEFREIT, wie ENTFESSELT und psychisch STARK.

WICHTIG – WICHTIG – WICHTIG: Wenn du das liest und auch du Medikamente oder Spritzen für/gegen deine Krankheit nehmen musst, nicht einfach aufhören und absetzen … NUR und IMMER in Abstimmung mit deinem behandelnden Arzt oder Therapeuten.

Der Weg zum SEIN

Ich möchte dich mit meiner Geschichte ermutigen, hin zu schauen, dahinter zu schauen. Was will mir mein Körper sagen? Was will mir meine Seele durch meinen Körper sagen? Ich möchte dir Kraft und Zuversicht geben, in dem du dich auf deinen Weg in die Eigenverantwortung begibst, behutsam und achtsam. Was kann ich ändern? Wie kann ich es ändern?

Es ist nicht immer leicht und erfordert oft sehr viel Mut. Habe Geduld mit dir selbst! Du kannst nichts erzwingen. Habe Vertrauen! Vertrauen in dich und die geistige Welt, in GOTT und seine Helfer, die Engel und Erzengel, die aufgestiegenen Meister. Sie alle sind da, um uns zu unterstützen auf unserem Weg zum SEIN.

SEIN … es darf leicht gehen, ohne Druck und Zwang, es darf fließen. Einfach, sanft und effektiv zum höchsten Wohle für mich, für dich … für alle und alles. So sei es, so sei es und so ist es.

Wenn du Unterstützung suchst, freue ich mich, wenn ich dich ein Stück deines Weges begleiten darf, auf Deinem Weg zum SEIN.

__________Wege ins Herz

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